Comic: „Der Ursprung der Welt“

vor 7 Monaten

Nicht nur Vagina, sondern auch Vulva. Comiczeichnerin Liv Strömquist diskutiert die weiblichen Geschlechtsorgane auf höchst informative und unterhaltsame Weise.

„Der Ursprung der Welt“. So heißt das berühmte Gemälde von Gustave Courbet aus dem Jahr 1866, welches im skandalösen Naturalismus seiner Zeit eine Vulva in Detailansicht zeigt. Mit ihrem heißdiskutierten Comic, welcher selbstbewusst denselben Titel trägt, ist es Liv Strömquist letztes Jahr gelungen, das verspielte Medium für eine feministische Botschaft zu instrumentalisieren.

Die schwedische Zeichnerin, Autorin und Radiomoderatorin kam vor allem durch ihr Studium der Politikwissenschaften immer mehr mit sozialen Fragestellungen in Berührung, welche sie nun in ihren Büchern verarbeitet. In „Der Ursprung der Welt“ beschäftigt sich Strömquist mit der Tabuisierung der Menstruation und der Kulturgeschichte der Vulva, welche sie ganz im Sinne der Wissenschaft mit Fußnoten belegt – wobei ihre sorgfältig recherchierten Quellen Jahrhunderte zurückgehen und ihre Referenzen von Popkultur bis zur Bibel reichen. Eine Erzählerin leitet uns durch den ganzen Comic, stellt uns verschiedene, für die Debatte wichtige Persönlichkeiten vor und legt Aussagen des männlich-dominierenden Blickes aus. Grundsätzlich plädiert Strömquist dabei dafür, dass man eine Frau nicht nur auf ihre inneren Geschlechtsorgane, also die Vagina, reduzieren soll, sondern auch die Vulva in die Betrachtung mit aufnimmt.

„Der Ursprung der Welt“ ist im avant Verlag erschienen. Schon Anfang März dürfen wir uns übrigens auf einen neuen Comic von Liv Strömquist freuen, welcher sich mit dem ständig evolvierenden Konzept der Liebe beschäftigt: „Der Ursprung der Liebe“.

Text: Marisa Zeising
Bilder: PR

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