Fotografin der Woche: Jessica Barthel

vor 3 Jahren

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Jede Woche stellen wir an dieser Stelle eine junge Fotografin vor, die Talent, Hingabe und das Zeug zum Fräulein besitzt. Diese Woche: Jessica Barthel.

Jessica Barthels Arbeiten sind vor allem dann interessant, wenn sie von dem wegkommen, was sie am liebsten fotografiert. Das sind hauptsächlich Editorials und Modestrecken, die sie schon in The New York Times, The Washington PostHarpers Bazaar, Glamour und Dazed & Confused veröffentlicht hat. Diese Aufnahmen sind gut. Aber wenn die Fotografin etwa New York zeigt, die Stadt, in der sie bis vor kurzem lebte, entwickeln ihre Arbeiten einen ganz besonderen Charakter. Barthel bringt mit einer solchen Leichtigkeit Struktur in den chaotischen Alltag, dass die Szenen gerade inszeniert genug wirken, um den Blick ruhig zu führen, aber nie zu konstruiert, um ihre Aura der Freiheit zu verlieren.

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Da sind etwa die schmutzigen Füße, die sie für das Vice Magazin fotografiert hat, und die auf der hellen Bettdecke die Geschichte eines ganzen zwanglosen Sommers erzählen. Oder der junge Mann, der über einen Zaun klettert und von nächtlichen Abenteuern in der winterlichen Großstadt zeugt. Diese Protagonisten weisen auf nichts hin, außer auf den unbeschwerten Moment. Dabei treten sie oft nur als Andeutung oder gestalterisches Element in Aktion: als Arme, die über die Brüstung eines Hausdaches in die Freiheit der Stadt weisen, oder als nackte Beine, die sich in der Hitze des Sommers gegen die Nylonstrumpfhose wehren. Alle Elemente und Farben sind graphisch angeordnet. An dieser Handschrift erkennt man die Schule der Fotografin; Barthel studierte Kunstfotografie an der Parsons School of Design in New York und Graphikdesign in Berlin.  Damit sind die Bilder zwar eher der Kunst-, als der Dokumentarfotografie zuzuordnen, doch Jessica Barthel hält auch in ihrer Reisereportagen die Stimmung einer besonderen Szene und Umgebung fest: eine junge und freie Welt, die man sich gerne immer wieder anschaut.

Jessica Barthel

Jessica Barthel lebt seit ein paar Monaten wieder in München

Beitrag: Maja Hoock (Bewerbungen an: maja.hoock@off-ones-rocker.eu)
Bilder: Jessica Barthel

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