Großstadtdschungel: Miguel Chevalier x Perrier Jouët

vor 6 Monaten

Zum Launch des neuen Blanc de Blanc Champagners von Perrier Jouët inszenierte der Digitalkünstler ein virtuelles Paradies.

Während ein großer Teil von uns der digitalen Umwälzung ängstlich entgegenschaut, hat sich Miguel Chevalier etwas Besonderes zur Mission gemacht: Mit seiner Arbeit zeigt er, wie wichtig und beeindruckend es ist, wenn sich Kunst digitaler Möglichkeiten bedient um etwas wirklich Neues zu schaffen, am Puls der Zeit. Was daraus resultieren kann, präsentiert der in Mexiko geborene Künstler mittlerweile weltweit in öffentlichen Räumen wie z.B. der Pariser Saint-Eustache Kirche, Shanghais Jing’an Kerry Center, Mailands UniCredit Pavilion oder Ibizas Gran Hotel. Von virtuellen Wäldern, digitalen Drahtgittermodellen an Kirchendecken bis hin zu kaleidoskopischen Teppichen ist dabei alles möglich. Eine wichtige Rolle spielt für Chevalier  eine Interaktion des Betrachters, die mal aktiver mal passiver ausfällt. Das Grundprinzip klingt dabei relativ einfach: oftmals lösen Bewegungen des Betrachters Veränderungen in den einzelnen digitalen Codes der Kunstwerke aus, woraus Bewegungen im Kunstwerk, neue Formen oder ganze Objekte entstehen können. Diese Idee steckte auch hinter seiner Installation, die der Künstler zum Launch des neuen Blanc de Blanc Champagners in Shibuya, Tokyo im vergangenem April kreierte. Im Rahmen der „L’Eden by Perrier-Jouet“-Reihe, in der urbane Orte zu kaum wieder erkennbare Kunst- und Party Locations werden, präsentierten die Traditions-Champagnermarke und Chevalier einen virtuellen Garten, der mit seinen Besuchern interagierte, menschliche Bewegungen ganz neue Blütenformen entstehen lassen konnten.

„Es ist schade, dass man in der Kunst einem klassischen Gemälde alla Claude Monet oft viel mehr Wertigkeit verleiht als alternativen Kunstformen. Digitale, virtuelle Kunst ist eine wichtige Weiterentwicklung in unserer Gesellschaft, die trotz oder gerade durch ihre Kraft die Existenz jeglicher anderer Kunstarten rechtfertigt. Das ist doch etwas Wunderbares. Der reele aber auch der digitale Raum wird in unserer Zeit einfach immer relevanter. Das ist ein sehr spannender Ausgangspunkt für Kunst“, so Chevalier im Gespräch mit Fräulein in Tokyo.

Ende Mai feierte das Traditionshaus Perrier-Jouët übrigens den Launch der neuen Champagnerlinie im Rahmen eines großen Dinners in München, moderiert von Kellermeister Hervé Deschamps: „Unser Blanc de Blancs ist eine Hommage an die außergewöhnlich aromareiche Chardonnay Traube“, so Hervé Deschamps über den limitierten Champagner, der mindestens 3 Jahre in den Kellergewölben des Champagnerhauses lagern muss um das erste Mal getestet werden zu können. Die Chardonnay Traube ist nämlich eine der schwierigsten Sorten überhaupt und benötigt viel Zeit um ausreichend zu reifen. Neben dem Jahrgangschampagner Belle Epoque Blanc de Blancs ist die neue Cuvée der zweite Blanc de Blancs des Weingutes, das sein Exklusivportfolio zum ersten Mal seit 20 Jahren erweitert hat.

Text: Sina Braetz
Bilder: Pressearchiv

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