Werkschau von Ula Stöckl – Pionierin des feministischen Films

vor 9 Monaten

Für ihren bislang erfolgreichsten Film Der Schlaf der Vernunft (1984)  gewann die Filmemacherin Ula Stöckl unteranderem den Deutschen Filmpreis. Jetzt ist sie für ihre Werkschau mit 16 weiteren Filmen in Berlin zu sehen.

Ula Stöckl zählt zu den bemerkenswertesten Produzentinnen des feministischen Films in Deutschland. Im Mittelpunkt ihrer Geschichten stehen mythologische Frauenfiguren, Beziehungs- und Generationenkonflikte und das Infragestellen gewalttätiger Machtstrukturen.

Ihre unverwechselbare Bildersprache und vielschichtigen Darstellungsformen durch dokumentarisches Material, sowie eine Mischung aus Laien und Schauspielern führen den Zuschauer bestechend nah an die Realität. Ula Stöckl verhandelt Phantasien, Tabus und Ängste und regt damit immer wieder zu Diskussionen an.

Viele Jahre saß sie in Auswahlgremien internationaler Filmfestivals. Zur Zeit unterrichtet sie die Studienfächer „Regie“ und „Frauen im Film“ an der University of Central Florida (UCF) in Orlando.

Viele kennen ihre Kultfilme 9 Leben hat die Katze oder Erikas Leidenschaften. Wer nicht, sollte dieses Wochenende zum Potsdamer Platz in Berlin eilen. Hier werden im Kino Arsenal insgesamt 17 ihrer größeren und kleineren Filme gezeigt und kuratiert. Ula Stöckl wird bei allen Veranstaltungen ebenfalls vor Ort sein.

Wann: 09.02. – 14.02.2018

Wo: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

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