Ausstellungstipp: Alicja Kwade – Entitas

vor 6 Monaten

Die Berliner Künstlerin fragt mit ihren Werken nach dem Wesen der Dinge.

Multi-Teller (20) (Orgel), Alicja Kwade, 2018

In der König Galerie zeigt Alicja Kwade Installationen, die alle eine Frage stellen: Was passiert eigentlich genau um uns herum und in dem leeren Raum zwischen den Dingen?

Mit Rauminstallationen, Skulpturen und Videos versucht die Künstlerin die scheinbar unerklärliche Leere zwischen Materie, zwichen zwei Augenblicken, für einen kleinen Moment zu beleuchten. Sie interpretiert alltägliche Objekte in ihrer Bewegung und Verwandlung. Kwade beschäftigt sich regelmäßig mit wissenschaftlichen Fragen und versucht diese in ein künstlerisches Konzept zu übersetzen. Dadurch entsteht eine völlig neue Art des Verstehens für die Fragestellung.

Der Titel der Ausstellung „Entitas“ leitet sich von dem deutschen Begriff Entität ab. Es beschreibt das Wesen, beziehungsweise das zum Dasein notwendige Element, eines Gegenstandes. Im Zentrum der Ausstellung steht die Installation „Die bewegte Leere“. Wie ein Pendel schwingen ein Stein und eine Bahnhofsuhr kreisförmig über die Köpfe der Besucher. Die Bewegungen markieren einen scheinbar leeren Raum um den sich die beiden Objekte drehen und erinnern an die Protonen und Elektronen innerhalb eines Atoms.

Der Titel der Ausstellung „Entitas“ leitet sich von dem deutschen Begriff Entität ab. Es beschreibt das Wesen, beziehungsweise das zum Dasein notwendige Element, eines Gegenstandes. Im Zentrum der Ausstellung steht die Installation „Die bewegte Leere“. Wie ein Pendel schwingen ein Stein und eine Bahnhofsuhr kreisförmig über die Köpfe der Besucher. Die Bewegungen markieren einen scheinbar leeren Raum um den sich die beiden Objekte drehen und erinnern an die Protonen und Elektronen innerhalb eines Atoms.

Vor Jahren ließ Kwade einen Stein genau ausmessen und stellte ihn mit Hilfe eines 3D- Druckers nach. Immer wieder baut sie das Original und die Duplikate des Steins in ihre Ausstellungen ein. In dem Werk „Trans-For-Man“ arbeitet sie mit dem Original und acht verschieden Umwandlungen des Urgesteins. Bei immer gleichbleibendem Volumen verändert sie Struktur so weit, dass aus dem Stein eine perfekte Kugel wird.

Mit ihren Werken gibt Kwade dem Besucher hypothetische, poetische aber stets zu erfassende Antworten auf die Frage nach der Entität der Dinge.

 

Wann? 8. September- 11. November 2018

Wo? König Galerie, Alexandrinerstraße 118-121, 10969 Berlin

 

 

Beitrag: Nadja von Bossel
Bilder: PR

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