Ausstellungstipp: „No Photos on the Dancefloor!“im C/O Berlin

vor 3 Monaten

C/O Berlin lädt zu der Ausstellung „No Photos on the Dancefloor! Berlin 1989-Today“ ein

Als 1989 die Mauer in Berlin fiel, entwickelte sich die Stadt quasi über Nacht zu der Party- und Feiermetropole. Leerstehende Fabriken und Gebäude erwachten zum Leben und überall entstanden Clubs, Bars Ateliers und Studios. Die aufstrebende Club- und Kulturszene war die treibende Kraft für die Wiederbelebung der Stadt und war für die junge Künstlergeneration prägend. Im musikalischen Mittelpunkt der Veranstaltung und der Feiernden stand dabei Techno. Zwar ist Berlin nicht die Geburtsstätte dieser Musikrichtung, doch mit Sicherheit kann man behaupten, dass Veranstaltungen wie Tekknozid oder die Clubs wie Ufo, Tresor oder Planet als die revolutionären Vorbereiter der letzten großen europäischen Jugendkultur gelten. Dabei bewegte sich das Berliner Nacht- und Clubleben zwischen Film, Video, Projektion und Musik und bot zahlreichen aufstrebenden Künstlern einen Raum der Begegnung, des Austausches und des gemeinsamen Feierns.

Um die Jahrtausendwende und dem Aufstreben einer neuen Generation von Clubs entwickelte sich die Szene weiter. Denn die Stadt lockte, mit nie enden wollenden Partys, von nun an auch zahlreiche feierwütige Touristen an. Diese Welle brachte Berlin einen neuen Sound, der sich bis heute in einem ständigen Prozess befindet, ein.

Die Ausstellung „No Pictures on the Danefloor! Berlin 1989-Today“, die nach bis zum 30.11 im C/O Berlin stattfindet, dokumentiert historisch die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer und wirft einen Blick auf eine Szene, die Berlin geprägt hat und aus der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Dabei werden Werke von Sven Marquardt& Marcel Dettmann, Erez Israeli, Dan Halter, Camille Blake u.v.a. gezeigt.

Text: Emiliya Daud 

Bilder:C/O Berlin

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