Fotografin der Woche: Hannah Herzberg

vor 5 Jahren

Jede Woche stellen wir an dieser Stelle eine junge Fotografin vor, die Talent, Hingabe und das Zeug zum Fräulein besitzt. Diese Woche: Hannah Herzberg.

In der Fotografie darüber zu sprechen, dass sie gut ist, weil sie Momente beschreibt, ist platt und darum sollte man das eigentlich nicht tun. Bei Hannah Herzberg soll es an dieser Stelle eine Ausnahme geben, denn die Momente, um die es geht, sind keine inszenierten oder gemachten, sondern die schönen, stillen B-Momente, über die man manchmal nachdenkt und sie doch nur schwer benennen kann: das Chaos der Bettdecke, nachdem man aufgestanden ist und auf das die Sonne flackernde Muster zeichnet, der leere Raum nach einer Party, in der das Konfetti und die Deko plötzlich traurig nutzlos wirken oder die frisch geputzten U-Bahn Treppen in dem Moment, als die Nacht vom Tag abgelöst wird. Und ihre kleine Tochter, die ganz sich selbst genügen zu scheint.

Herzberg, die 1985 in Berlin geboren wurde, zwei Jahre lang in Weimar an der Bauhaus-Universität war und nun an der Berliner Ostkreuzschule Fotografie studiert, hält meistens solche Augenblicke in ihrer Heimatstadt fest. Trotzdem sagt sie: „Meine Bilder könnten auf der ganzen Welt entstanden sein.“ Sie sind nicht einen bestimmten Ort gebunden. „Manchmal braucht man nur aus dem Fenster zu schauen, um etwas zu entdecken. Es ist das Gefühl eines Augenblicks das zählt und das niemals wiederkommen wird. Das Leben bedeutet Vergänglichkeit. Es liegt an einem selbst, welchen Dingen man Bedeutung schenkt. Ich brauche nur Licht und Liebe.“

Hannah Herzberg

Hannah Herzberg

Beitrag: Maja Hoock (Bewerbungen an: maja.hoock@off-ones-rocker.eu)
Alle Bildrechte: Hannah Herzberg

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