Fotografin der Woche: Patricia Escriche

vor 4 Jahren

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Jede Woche stellen wir an dieser Stelle eine junge Fotografin vor, die Talent, Hingabe und das Zeug zum Fräulein besitzt. Diese Woche: Patricia Escriche.

Die Bilder sind oft verschwommen. Sie scheinen spontan oder aus der Bewegung entstanden zu sein. Sie zeigen unter anderem tanzende, schlafende und wartende Menschen, fressende Rehe, Fische in einer Plastik-Verpackung oder die dunklen Palmen des Dschungels.

In Patricia Escriches Fotos steht die Welt nicht still. Die spanische Fotografin zeigt stimmungsvolle Momente – bewegt und kurzlebig. Dass Festhalten auch nur schwer gelingen kann, scheint sie zu wissen. Durch die Dynamik erhalten die Bilder eine geheimnisvolle Aura.
„Ich suche keine klaren Motive, keine Antwort. Ich möchte sie langsam entdecken. Ich möchte, dass mich meine Motive überraschen, dass das Zufällige erlaubt ist.“

Das ist ihre eigene Arbeitsweise: Sie fotografiert, bevor sie darüber nachdenkt. Oft weiß sie dann bis zum Entwickeln nicht, was sie fotografiert hat. Und das ist gut so.
„Warum und was ich fotografiere, kann ich nicht planen. Ich möchte es auch nicht planen. Das ist für mich das Geheimnis der Fotografie und der Kunst überhaupt. Es führt über den „Kopf“ in den „Bauch“. Ich weiß, Fotografie ist nicht immer so, aber es ist, was mich bewegt.“

Eines ihrer Fotoprojekte könnte fast schon exemplarisch für ihre Arbeit stehen: die Reihe „Desvelos“, die sie auch in einem handgebundenen Büchlein herausgegeben hat. „Desvelos“ ist ein spanischer Begriff, der mehrere Bedeutungen hat.
Zum einen bedeutet er „enthüllen“. Außerdem beschreibt er den Zustand, mitten in der Nacht aufzuwachen und nicht mehr einschlafen zu können. Beide Eigenschaften möchte sie in ihren Bildern zeigen.
Viele ihrer Fotos, wie auch die der Desvelos-Reihe, sind unterwegs auf Reisen entstanden. Erst da sei sie völlig wach und aufmerksam. Die Reihe „Japanmonamour“ zeigt die Farben und den Trubel des Landes, von dem sie neue Geschichten erzählen will, in denen man sich verlaufen soll.

Patricia bewegt sich zwischen den Kulturen und Zeitebenen, um neue Stimmungen zu erzeugen. Sie streift umher und zeigt geheimnisvolle Momente, in die man gerne abtaucht.

Patricia Escriche wurde 1983 auf Ibiza geboren. Seit acht Jahren lebt und arbeitet sie in Berlin.

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Beitrag: Julia Wötzinger
Alle Bildrechte: Patricia Escriche

(Bewerbungen für „Fotografin der Woche“ an: maja.hoock@off-ones-rocker.eu)


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