Freitag der 13te-Playlist

vor 1 Monat

Fräulein hat die passende Playlist zusammengestellt, um Deinem schlechten Tag musikalischen Ausdruck zu verleihen.

Das Jahr 2019 beschert uns gleich zwei Mal mit dem Unglück verheißenden Tag: Im September und im Dezember. Doch woher kommt der Aberglaube eigentlich und wie weit ist er in Deutschland verbreitet?

Der Ursprung für den Mythos ist historisch nicht genau einzuordnen und es gibt viele mögliche Erklärungen. Doch eine mögliche Deutung kann auf der Tatsache beruhen, dass bereits sowohl die Zahl 13 als auch der Wochentag Freitag als Unglückssymbole in unserem Kulturkreis gelten. Aus diesem Grund ist die Kombination aus diesen zwei Faktoren für viele Menschen ein besonders unglücksträchtiger Tag

Im deutschen Volksmund gilt die Zahl 13 als „das Dutzend des Teufels“. Doch nicht in allen Traditionen und kulturellen Kreisen ist die Zahl 13 so negativ behaftet. Denn in der jüdischen Tradition gilt sie als Glückszahl und als Symbol Gottes. Diesem werden nämlich 13 Eigenschaften zugesprochen. Der Gelehrte Maimonides formulierte 13 Glaubenssätze und junge männliche Juden treten im Alter von 13 Jahren als vollwertige Mitglieder in die religiöse Gemeinschaft ein, denn die Bar-Mizwa findet statt. Doch nicht nur in der jüdischen Kultur assoziiert man die Zahl Dreizehn mit etwas Positivem, sondern auch in der japanischen.

Und was ist mit dem Freitag?

Dafür müssen wir einen Blick auf das Neue Testament werfen. Denn kein anderer als Jesus Christus himself wurde an einem Freitag gekreuzigt. Deswegen gedenkt man in der christlichen Welt an Karfreitag an den Tod Jesu und gilt damit als Leidens-und Trauertag.

Die Angst vor diesem Tag, die im Übrigen Paraskavedekatriaphobie genannt wird, ist jedoch in vielen tiefer verankert als man glauben mag. Denn laut einer Hochrechnung der Kaufmännischen Krankenkasse, zwischen den Jahren 2006 bis 2008, lassen sich drei- bis fünfmal so viele Arbeitnehmer in Deutschland am Freitag den 13ten krankschreiben, als im Monatsdurchschnitt üblich. Damit bleiben im Schnitt rund eine Millionen Deutsche lieber zu Hause, statt einen Fuß vor die Tür zu setzen. Ob es immer um einen Unfall, eine Krankheit oder einfach um ein verlängertes Wochenende handelt, kann jedoch nicht gesagt werden.

Text: Emiliya Daud 

 

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