Fünf Tipps gegen den Winterblues

vor 3 Monaten

Wie die dunkle Jahreszeit die Lebensenergie raubt und was wir dagegen tun können.

Es vergeht kein Tag, an dem wir zur Zeit nicht müde, antriebslos und erschöpft sind. Verabredungen, alltägliche Pflichten und simple Herausforderungen fallen sehr vielen Menschen von November bis März schwer. Diese Abstumpfung und Passivität ergibt sich wohl aus dem Lichtmangel, der aus der momentan früh einsetzenden Dunkelheit hervorgeht. Wenn die kalte und erbarmungslose Jahreszeit nämlich wieder zuschlägt, bleiben nur die wenigsten von dem Winterblues verschont. Der Winterblues ist eine leichte Variante der saisonalen abhängigen Depression (SAD). Sobald die Symptome mehrere Jahre hintereinander eintreten und mehrere Wochen anhalten, wird auch von einer Winterdepression gesprochen. Neben der Trägheit und schlechten Laune, ist zudem der Heißhunger sowohl auf Süßigkeiten als auch Kohlenhydraten besonders groß. Die Gefahr aufgrund der negativen Begleiterscheinungen des Winters in ein Tief zu fallen, ist somit sehr hoch. Das Stimmungsloch ist zum größten Teil auf den Mangel von Tageslicht zurückzuführen. Durch Licht wird im Körper das Hormon Serotonin erzeugt, das glücklich und zufrieden macht. Da es im Herbst und Winter aber deutlich weniger Licht als im Sommer gibt, wird übermäßig Melatonin produziert, das auch als Schlafhormon bezeichnet wird und normalerweise nur nachts im Dunkeln auftritt. Die Folge dieser Hormonproduktion ist eine Energielosigkeit, die sich auf die Produktivität und den Antrieb im Tagesverlauf niederschlägt. Was ihr tun könnt, um aus diesem Tief wieder rauszukommen und mehr Lebensenergie zu gewinnen, erfahrt ihr im Folgenden:

 

1. Strukturiert euren Tagesablauf

Eure innere Uhr ist durch das fehlende Tageslicht durcheinander gebracht. Es mangelt an einem Winterrhythmus, das durch Rituale und einen geregelten Tagesablauf hergestellt werden kann. Daher ist es empfehlenswert zu versuchen zur selben Zeit ins Bett zu gehen, als auch aufzustehen. 

2. Schnappt frische Luft

Damit ihr so viel Licht wie möglich im Laufe des Tages abbekommt, solltet ihr euch mindestens eine halbe Stunde lang täglich draußen aufhalten. Sogar ein grauer, bewölkter Himmel bietet noch genug Licht. Außerdem wirkt sich die frische Luft positiv auf euren Kreislauf aus.

3. Macht Sport

Sport macht glücklich, denn Hormone zur Antriebssteigerung und Motivation wie Endorphin, Serotonin und Dopamin werden dadurch ausgeschüttet. Ihr bekommt zusätzlich noch ein gutes Körpergefühl und werdet leistungsfähiger. Eurem Winterblues wirkt Ihr sogar noch mehr entgegen, wenn ihr die Bewegungen in der frischen Luft ausführt.

4. Erhellt euer Gemüt mit Lichttherapielampen

Zu kurze Tage, zu wenig Sonnenlicht: Lichttherapielampen haben eine heilende Wirkung mit ihrer Lichtleistung von mindestens 10.000 Lux. Ein täglich 30-minütiges Verweilen vor der Lampe erweist sich bereits als nützlich im Kampf gegen das Stimmungstief. Ein bedeckter Sommertag ist vergleichsweise 20.000 Lux hell.

5. Seid gut zu euch selbst

Der Alltag kann schon aufmunternd beginnen, wenn ihr eine halbe Stunde eures Morgens damit verbringt mit Ruhe in euren Tag zu starten, Musik zu hören und euren Kaffee oder Tee zu genießen. Auch eine Meditation bringt gegebenenfalls die nötige Entspannung in euren Tagesstart. Mit einem gewissen Ritual am Morgen gelingt es euch, ein positives Empfinden für euren Körper und Geist zu entwickeln sowie bessere Laune zu bekommen. Gestaltet euren Abend mindestens genauso erholsam wie euren Morgen. Sucht die Gesellschaft eurer Freunde, Familie oder eures Partners und geht abends nach einem stressigen Alltag mit ihnen essen statt alleine auf der Couch Chips oder Schokolade beim Netflixen zu naschen. Räumt euch am Wochenende Zeit für ein gemütliches Frühstück ein und gönnt euch anschließend einen Verdauungsspaziergang. Darüber hinaus bewirkt auch ein heißes Bad und ein bisschen Me-Time Wunder.

 

Text: Yamur Cellik
Bild: Unsplash.com

 

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