Kinotipp: Doku über das Leben von Iris Apfel  

vor 4 Jahren

Iris Apfel ist das wahrscheinlich älteste It-Girl der Modebranche. Jetzt kommt die 93-Jährige ins Kino.

Die New Yorker Geschäftsfrau, Interior-Designerin, Society-Lady und Model Iris Apfel (*1921) ist Kult; seit über fünfzig Jahren mischt sie Haute Couture mit Flohmarkt-Fundstücken, trägt reichlich Klunker, riesige Kugelketten und immer eine übergroße, runde Brille – ihr Markenzeichen. Iris Apfel ist alles, nur nicht Normcore. Wer aber denkt, dass die exzentrische Grand Dame nur eine schrill-bunte Oberfläche bietet, der wird spätestens in diesem Frühjahr eines Besseren belehrt.

Am 29. April feiert „IRIS“ Kinopremiere in New York. Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und Humor gewährt uns Iris in der Doku von Regisseur Albert Maysles einen Einblick in ihr extravagantes Leben. Und schnell wird klar: hinter den Unmengen verspielter Accessoires steckt auch eine toughe Businessfrau, die nach dem Studium der Kunstgeschichte zunächst für Women´s Wear Daily schreibt, ehe sie in den 50er Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann zum gefeierten New Yorker Innenarchitekten-Duo aufstieg, um die sich neben Designern, wie Estée Lauder oder Stars, wie Greta Garbo sogar das weiße Haus reisst.

Auch heute bekommen wir alle noch immer nicht genug von Iris Apfel. Unternehmen wie & other Stories verpflichten sie für ihre Kampagnen und das Metropolitan Museum of Art widmete ihr bereits eine Ausstellung. Ein Film, war da eigentlich längst überfällig – über ein waschechtes Fräulein, das völlig nonchalant von sich behauptet, keine modischen Regeln zu haben, weil sie diese ohnehin brechen würde. Über die Aussage, sie sei nicht hübsch und werde es nie sein, besäße aber etwas viel besseres, nämlich Stil, kann sie nur amüsiert lächeln.

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 Beitrag: Laura Sodano

Bilder via Magnolia Pictures

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