Kunsttipp: „Pasolini Roma“

vor 5 Jahren

1_pasolini_with_his_camera.jpg

 Die kommende Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin widmet sich einem der größten Regisseure des europäischen Films: Pier Paolo Pasolini.

Pasolini hatte viele Gesicher: Er war der „melancholische Narziss“ der Lyrik, ein Maler, ein Zeichner, ein europäischer Intellektueller, der Filme machte, um über die faschistischen Strukturen in seinem Land aufzuklären und sie zu verarbeiten. Ein Rebell, der die Gesellschaft kritisierte und sich für sozial Benachteiligte einsetzte – ihnen eine Stimme gab. Am 2. November 1975 wurde Pasolini in Ostia ermordet. Die genaue Todesursache ist bis heute noch ungeklärt.

Die kommende Schau „Pasolini Roma“ im Martin-Gropius-Bau widmet sich eben dieser herausragenden Persönlichkeit – einer Ikone der Postmoderne – im Blick auf seine Beziehung zu Rom. Anhand von Dokumenten, Filminstallationen, Fotografien und Briefen können Besucher in das Leben von Pasolini in der „ewigen“ Stadt eintauchen.

„Pasolini Roma“, Martin-Gropius-Bau, Berlin, 11. September bis 5. Januar 2015
Foto: © Angelo Novi / Fondazione Cineteca di Bologna

Verwandte Artikel