Moodboard: Avocados

vor 5 Jahren

Harte Schale, weicher Kern? Fehlanzeige! Denn unsere Lieblingsfrucht ist das komplette Gegenteil.

Unter der dunkelgrünen bis schwarzen, dünnen Schale verbirgt sich das weiche, fast cremeartige Fruchtfleisch in gelbgrün, das den goldbraunen, festen Kern umschließt.

Avocados kommen ursprünglich aus dem Süden Mexikos und werden schon seit 1000 Jahren im tropischen Zentralamerika kultiviert. Erst vor rund 100 Jahren entdeckten auch die Südeuropäer den birnenförmigen Bedecktsamer und bauen ihn seither im Mittelmeerraum an. Warum sind wir so begeistert von diesem Gewächs, das auf sämtlichen Foodblogs gefeiert wird wie sonst kein anderes? Das lässt sich ganz einfach beantworten: Die Avocado, die zur Familie der Lorbeergewächse gehört, ist ein absolutes Allround-Talent. Sie eignet sich perfekt als Brotbelag, Barbeque-Dip oder als Zutat für einen veganen Avocadokuchen. Doch nicht nur kulinarisch bietet die Beere den ein oder anderen Foodgasmus, sie ist auch in diversen Kosmetikprodukten vertreten. Aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren und der Vitamine A und E ist die Avocado ein Jungbrunnen für die Haut und daher eine der Lieblingsingredienzien in Feuchtigkeitscremes, Duschgels und Bodylotions. Wer seinen Haaren mal eine reichhaltige Kur schenken möchte, ohne einen Nervenzusammenbruch vor dem überfüllten Haarpflegeregal zu erleiden, der zerdrückt einfach das Avofruchtfleisch et Voilà – man hat die einfachste Haarmaske der Welt hergestellt.

Gerade auch für vegetarisch, beziehungsweise vegan lebende Menschen, so wie die Autorin dieses Textes, rettet die Avocado jede Frühstücksschnitte vor kulinarischer Einseitigkeit und toppt jeden grünen Salat. Die Kirsche auf der Sahne ist sozusagen gleichzusetzen mit der Avocado auf der Vollkornstulle.

Zu guter Letzt hier noch ein schnelles Guacamole-Rezept (reicht für vier Brötchenhälften): Man nehme eine reife Avocado, am besten Ready-to-Eat, halbiert sie und höhlt das Fruchtfleisch mir einem Löffel aus. Der Kern kann entsorgt oder zum Einpflanzen aufgehoben werden. Das Fruchtfleisch wird mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zitrone gewürzt und dann mit der Gabel zerdrückt. Lecker!

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      Beitrag: Fritzi Krafczyk

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