100 Jahre Bauhaus

vor 10 Monaten

Das Bauhaus feiert sein erstes Jahrhundert und zeigt, warum es trotz seines kurzen Bestehens so einflussreich ist.

Das Bauhaus war eine lebendige Ideenschule und zugleich ein Experimentierfeld auf den Gebieten der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung, der Architektur und der Pädagogik. Man wollte dort eine neue Generation umfassend kompetenter und engagierter Gestalter ausbilden. Im Vorkurs erlernten die Studierenden gestalterische Grundlagen. Daran schloss sich die Ausbildung in den Werkstätten an. Individuell geprägt wurde der Unterricht durch die Meister und Lehrenden. Und obwohl das Bauhaus selbst nur 14 Jahre bestand, prägte es wie kaum etwas anderes. Dieses Jahr feiert Bauhaus sein hundertjähriges Jubiläum mit einer Reihe von Ausstellungen, Events und Performances. Wie auch zum Beispiel mit der gestern gestarteten Eröffnungsveranstaltung „100 Jahre Bauhaus – Das Eröffnungsfestival“ in der Akademie der Künste am Hanseatenweg unter der künstlerischen Leitung von Bettina Wagner-Bergelt. Ebenfalls dort feierte das Werk „Bau.Haus.Klang“ seine Uraufführung. In dem Stück versucht der Komponist Michael Wollny herauszufinden, wie das Bauhaus eigentlich klingt. Ebenfalls sehenswert ist die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ die noch bis 10.3.2019 im NRW-Forum in Düsseldorf gezeigt wird und bei der untersucht wird wie die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprache beiträgt. Im LWL – Mueum für Kunst und Kultur Münster wird ebenfalls bis 10.3.2019 die Ausstellung „Bauhaus und Amerika“ gezeigt, bei der an ausgewählten Tagen die Tanzperformance „Mesh“ der Choreographen Matthias Markstein und Isaac Spencer aufgeführt wird. Sie untersuchen darin die Auswirkungen der Bauhauskünste auf den modernen Tanz; die nächsten Aufführungstermine sind bereits am 2. und 3. Februar.

 

Text: Niklas van Schwarzdorn

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