Reisetagebuch: Rimowa startet neue Fotografie-Serie

vor 8 Monaten

„Was für selbstverständlich galt, ist plötzlich unmöglich.“ (Sophie Klock)

 

 

In Krisenzeiten wie diese, von der wir alle – ganz gleich wie schwer – betroffen sind, wird eins immer wichtiger: zu träumen. Zu träumen von wertollen und besonderen Momenten, die wir bis jetzt erleben durften. Zu träumen von Orten und Reisen, die uns inspiriert haben. Zu Träumen von Städten, die wir vielleicht in der Zukunft noch bereisen werden. „For now, we’re reflecting on where we’ve been, dreaming of where we’ll someday go, and who we’ll share it with when we get there.“ Das neue Rimowa Projekt #NewHorizons hat sich dies zur Mission gemacht und eine Fotografie-Serie gestartet, die Arbeiten verschiedener Künstler zeigt und uns so auf eine imaginäre Weltreise mitnimmt. Teil der Serie der LVMH-Luxuskoffermarke ist u.a. die Berliner Fotografin Sophie Klock. Letztes Jahr verbachte diese zwei Monate in Japan um dort die japanische Jugendkultur und dessen Ausdruck und Verständnis von Identität fotografisch festzuhalten. Exklusiv für Fräulein Magazin erklärt die 22-Jährige wie Reisen während der Corona-Krise funktioniert: „Wenn ich an Orte denke, dich ich bereist habe, fühlt es sich fast surreal und utopisch an, wie in einem Traum. Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass man sich so unterschiedlich umsieht. Man nimmt Dinge wahr mit einer Offenheit und einem Sinn für Details ohne nach etwas Bestimmten zu suchen. Je länger ich hier in meinen vier Wänden bleibe, desto nostalgischer werde ich bei dem Gedanken an die Ferne. Was für selbstverständlich galt, ist plötzlich unmöglich. Doch obwohl man physisch dort bleiben muss, wo man ist, bedeutet das nicht, dass man das mit dem Verstand ebenso tun muss. Ich erinnere mich z.B. an die Orte, dich ich als Kind imaginär bereist habe. Warum das gleiche nicht auch jetzt tun? Ich glaube, wenn wir uns wieder frei bewegen, könnte es sich anders anfühlen, zumindest für eine Weile. Es steckt eine Kraft dahinter, Sehnsüchte zurückzuhalten. Werden sie dann freigesetzt, wird das Glücksgefühl eines Momentes noch stärker.“

Teil der #NewHorizons Serie ist auch Fotograf Austin Leis mit seinen Arbeiten aus Spanien. Exklusiv erklärt er Fräulein, was Pre-Corona Reisen für ihn bedeutet: „Ich denke, dass wir mit der Einführung der Sozialen Medien und der preiswerten Reisen in einer Zeit leben, die extrem interessant ist. Wir haben die Möglichkeit, Orte, Kunst und Kultur zu entdecken, die niemals zuvor so zugänglich waren. So ist ein neues Phänomen des Reisens entstanden. Und mit jeder Reise testest du dich selber, du bist gezwungen Dinge allein herauszufinden, so wie Zugrouten zum Hotel oder auch die Sprache vorort, die man nicht spricht. Alles ist neu. Das kreiert für mich wiederum eine spezifische Perspektive, mit der ich versuche, mich zu bremsen. Dinge mit veränderter Geschwindigkeit zu machen. Das Gefühl von Unvertrautheit motiviert mich zu Reisen und ist der Grund dafür, dass ich ständig neue Ziele zu meiner Liste hinzufüge. Das ist das Träumen vom Reisen.“

 

Bilder: Sophie Klock, Austin Leis für Rimowa

Text: Sina Braetz

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