Heldin der Kindheit: Lotta aus der Krachmacherstraße

vor 3 Monaten

Astrid Lindgrens Romanheldin versprühte schon zu Kindheitstagen echte Girlpower.

 

Eine Welt, ähnlich kunterbunt wie die von Pippi Langstrumpf: kleine, farbige Häuser; bunte Blumen, die auf grünen Wiesen wachsen; Kinder, die den ganzen Tag draußen spielen. Die Faszinationskraft von Astrid Lindgrens Werken und Welten – meist im schönen, sommerlichen Schweden spielend – ist eine ganz besondere.

Vor allem getragen wird sie jedoch von starken, weiblichen Charakteren, die mit ihrem oftmals eigenwilligen und frechen Auftreten begeistern. So auch die kleine Lotta aus der Krachmacherstraße: ein Mädchen im Kindergartenalter, das sich von niemandem etwas sagen lässt. Auch nicht von ihren älteren Geschwistern, wenn diese sie etwa nicht mitnehmen wollen, weil sie zu klein für große Abenteuer sei. Dafür heckt sie gemeinsam mit ihrem Kuscheltier und treuesten Begleiter „Schweinebär“ Pläne aus oder flüchtet zu ihrer Nachbarin Frau Berg – eine ältere Dame, bei der sie in Ruhe schmollen kann.

Ihre Attitüde sowie ihr Witz machen Lotta zu einer echten Rebellin und, für mich, zur Heldin meiner Kindheitstage. Wie oft habe ich als Kind davon geträumt, so cool und ungezwungen zu sein wie Lotta: mit dem Schweinebär unterm Arm, die Welt auf ihrem rotem Fahrrad erkundend.

Beitrag: Pia Ahlert
Bilder: Universum Film

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