Im Interview: Georgie Greville – Milk Makeup

vor 3 Wochen

Ein bisschen New York für jedes Gesicht

Milk Studios begeistert Makeup-Fans bereits seit Jahren mit bunten, unkonventionellen Looks und ausgefallenen Ideen. Vor Hinzukommen der Makeuplinie war es Fotostudio, Partyveranstalter sowie Kreativagentur – ein echter Allrounder. Das in den 90er Jahren in New York gegründete Label bietet einfach zu benutzendes, modernes Makeup an. Die veganen Produkte werden jedem Stil gerecht. Die Marke steht für ihre Multifunktionalität beim Auftragen und Kreativität, von schlicht über Street Style bis zum professionellen Fotoshooting.

Unter dem Motto #LiveYourLook zelebriert die Marke den Launch sowie die Vielfalt und das Experimentieren mit Makeup. Seit dem 22. August gibt es die Produkte exklusiv bei Sephora. Ab dem 29. sind sie dann in allen Stores Deutschlands zu finden. Creative Director Georgie Greville gab uns vorab ein Interview.

Fräulein: Vor drei Jahren kam Milk Makeup auf den Markt. Jetzt ist es auch in Deutschland soweit. Was können wir erwarten und worauf freut ihr euch am meisten?

Georgie Greville: Unsere Werte sind globale Werte, wir haben bereits seit unserem Launch in 2016 eine gute Beziehung mit unseren europäischen Kund*innen gehabt. Wir sind sehr glücklich darüber, endlich die fantastischen Produkte mit gutem Preis auf den Markt zu bringen.

Fräulein: Habt ihr eure persönlichen Wertvorstellungen in die Philosophie der Brand einbringen können oder findet ihr sie dort wieder?

GG: Absolut! Als ehrgeizige Gründer*innen aus New York sind Inklusivität, clean beauty, einfache Benutzung und sofortige Ergebnisse der Produkte wichtig. Wir reden ständig darüber, dass New Yorker*innen die anspruchsvollsten Kund*innen sind. Sie sind rasant und intensiv – also brauchen wir Produkte, die wirklich funktionieren, vom Schuh zum Makeup. Unsere eigenen hohen Erwartungen bestimmen alles, was wir kreieren. Daher sind wir in der Lage, uns auf die Integrität und Effizienz von Milk Makeup.

Fräulein: Die minimalistischen Verpackungen sowie die Hautpflege in der Stick Variante werden oft gelobt. Woher kommen die Inspirationen für das Design?

GG: Die Ästhetik von Milk Makeup ist inspiriert worden von dem Original Milk Logo, das es vor 20 Jahren gab. Das Logo bestimmte das Verpackungsdesign im umfassenden Maße, indem es modern, minimalistisch und gender-neutral ist. Der Stick und das Logo passen auch zueinander, denn er hat eine große Oberfläche zum Auftragen, gleichzeitig ist er chic, auf verschiedene Weisen einsetzbar und effizient. Es ist eine wirklich moderne, unisex Art Makeup anzubieten.

Fräulein: Was inspiriert dich persönlich?

GG: Ich bin durchweg inspiriert von Unternehmer*innen wie Miki Agrawal, Co-Founder von Thinx, und Aktivist*innen wie Alexandria Ocasio-Cortez, die unsere Kultur und unser Leben voranbringen.

Fräulein: Hast du ein Lieblingsprodukt, das du sofort weiterempfehlen kannst?

GG: Ich liebe die Mascara und das Lip + Cheek aus der KUSH-Reihe. Du wirst gleich beim ersten Auftragen begeistert sein!

Fräulein: Die KUSH-Kollektion bietet eine Auswahl an Produkten mit Hanf. Was genau ist im Produkt und wo liegen die Vorteile und Nachteile, es in eine Makeup Linie zu integrieren?

Dianna Ruth (Produktentwicklerin und COO): Wir verarbeiten Cannabissamenöl auf Hanfbasis in den Produkten der Reihe. Der große Vorzug sind die pflegenden Aspekte für Haut und Haare. Ein Nachteil sind sicherlich die behördlichen Schwierigkeiten, besonders, da sich dieser Bereich gerade entwickelt.

Fräulein: Auf der Website und auf social media werben Leute mit den verschiedensten Looks und dem buntesten Makeup. Die Models tragen Bärte und sind Teil der LGBTQ+ Community. Welche Rolle spielt Diversity für Milk Makeup und warum denkst ihr, dass es vor allem in der Beautyindustrie wichtig ist, sie auch zu zeigen?

GG: Für uns gehört es dazu, Teil von einer fortschrittlichen, bewussten Marke zu sein. DU kannst nicht an einem Ort wie New York leben und nicht Diversity respektieren und feiern. Milk selbst ist inklusiv mit einer lebhaften, kreativen Community, deshalb wollten wir automatisch eine große Masse an Menschen mit unseren Produkten ansprechen. Wir hoffen, dass mit dem Werben von dem inklusiven Gedanken und der Repräsentation andere Marken folgen werden.

Fräulein: Außerdem seit ihr tierversuchsfrei und vegan, verzichtet auf Allergene und Parabene. Gibt es denn weitere Möglichkeiten, die Qualität von Milk Makeup zu verbessern?

GG: Wir sind ständig auf der Suche nach neuen, sauberen, nachhaltigen und veganen alternativen Inhaltsstoffen damit wir die bestmöglichen Produkte für unsere Kund*innen und für die Erde haben.

Fräulein: Wo seht ihr die Möglichkeiten zur Verbesserungen eurer Konkurrenz in der Beautyindustrie?

GG: Es muss noch ein großer Schritt gemacht werden, für sowohl soziale als auch ökologische Nachhaltigkeit. Ersteres heißt, wir müssen alle inklusiver, offener in der Beauty-Welt sein. Die Chancen der Sichtbarkeit ausschöpfen und Brands haben, die dafür stehen, woran sie glauben. Ökologisch betrachtet, müssen wir mehr mit Plattformen wie Terracycle und Loop arbeiten um sicherzugehen, dass wir unseren Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich halten können.

Fräulein: Milk Makeup hat bereits diverse Preise für die Produkte erhalten. Was habt ihr euch noch für die Zukunft der Mark vorgenommen?

GG: Wir waren schon immer eine Lifestyle Brand. Außer, auf dem internationalen Markt größer zu werden, ist die Zukunft sehr offen, wenn es darum geht, auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer modernen Kund*innen einzugehen.

Interview: Maxine Thimm
Bilder: PR

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