Mailand Fashion Week

vor 3 Wochen

Gothic-Romantik, Maskenball-Inszenierung und Gameshows.

Ein Gefühl der Trauer überschattete nach Karl Lagerfelds Tod anfänglich das Spektakel der Mailänder Modewoche, an der der Designer mit seiner letzten Kollektion für Fendi noch einen letzten, bedeutungsvollen Beitrag leistete. Für die befreundeten Designer und Models sowie Bewunderer des Designers musste der Alltag der Fashion Week wieder seinen gewohnten Lauf nehmen. Alles andere als altbewährt waren wiederum die Kollektionen von Prada, Gucci, Moschino und Bottega Veneta.

Prada

Miuccia Prada verwandelt eine allgegenwärtige kalte, zerrüttete Welt in ihre ganz persönliche ausdrucksstarke und zugleich düstere Interpretation der Romantik um. Zarte Blumenmuster und Spitze treffen in einer liebevollen Kampfansage auf massive Bomber-, Militärjacken und harte Schnürstiefel.

 

Gucci

Gucci-Chefdesigner Alessandro Michele versteckte die Gesichter seiner Models hinter aufwendig gestalteten Masken. Die Kollektion wirkte im Gesamtbild leicht rebellischer als sonst. Die prunkvollen Masken setzten die radikal weiten Schnitte glamourös in Szene.

Moschino

Jeremy Scott lieferte wohl den schillerndsten Beitrag zur Mailand Fashion Week. Die Moschino Kollektion, die im Form einer American Gameshow präsentiert wurde, ist vom nostalgischen Blick des Kreativdirektors auf die amerikanische Konsumkultur geprägt.

Bottega Veneta

Der britische Designer Daniel Lee, der jahrelang an der Seite der ehemaligen Celine-Chefdesignerin Phoebe Philo arbeitete, setzte mit seiner ausdrucksvollen Kollektion, deren Look unter anderem imponierend proportionierte Mäntel und mächtige Schuhe beinhalten, sein erstes bedeutendes Statement als neuer Kreativdirektor des italienischen Labels.

Text: Yamur Cellik
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