Playlist Part III: Lu’s Tunes

vor 5 Monaten
Sängerin und Songwriterin Kelsey Lu teilt mit uns ihre Lieblings-Songs, die sie emotional, physisch und psychisch bewegen. Eine Serie von OOR Studio x Fräulein.

Kelsey Lu ist magisch. Magisch in ihrer Art, wie sie Musik begegnet und interpretiert. Magisch in ihrer Art, sich und ihren Körper künstlerisch zu inszenieren. Magisch in ihrer Art, Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Und genau das macht die 29-jährige, in North Carolina geborene Musikerin – neben ihrem riesigen Talent – so besonders. Das beweist auch ihr letztes Jahr veröffentlichte Debut Album „Blood“. Ihr Stil? Schwer zu beschreiben. Kelsey McJunkins alias Kelsey Lu lässt Klassik, Folk und Electro zu etwas ganz neuen verschmelzen und möchte auch alles andere, so wie ihre (sexuelle) Identität z.B., fließen lassen. Auch sonst ist sie nicht so einfach zu greifen. Als wir Lu am Set für ein Cover-Shooting für die kommende Ausgabe unseres Schwester-Titels Numéro Berlin treffen, wirkt Lu so ruhig und professionell, dass es einen so richtig einschüchtert. Die amerikanische Künstlerin weiß eben, was sie will.
Musikalisch geprägt wird sie bereits von ihren Eltern. Ihre Mutter ist Pianistin, ihr Vater spielt Schlagzeug. Lu – so möchte sie übrigens stets genannt werden – selber, spielt Cello. Gegen den Willen ihrer Eltern, die Zeugen Jehovas sind und ihr eine Karriere in der Musik verbieten, begibt sie sich mit 18 Jahren auf eine Reise, um ihrem Traum, Musikerin zu werden, zu folgen. Nach dem sie als Studiomanager für u.a. Lady Gaga arbeitet, veröffentlicht sie 2016 ihre EP „Church“, die sie in einem einzigen Take in einer katholischen Kirche in Brooklyn aufnimmt, ihre Singles „Shades of Blue“ und „Due West“ folgen 2018. Ihr Cello ist u.a. auf Alben von Florence + the Machine zu hören. Sie kollaboriert mit Ikonen wie Solange, mit Blood Orange ist sie bald gemeinsam auf Tour. Mit ihrem Album „Blood“ (2019) nimmt uns Lu nicht nur auf eine musikalische Reise. Sie lässt uns Teil sein von ihrer einzigartigen Welt und es steht außer Frage, dass diese Welt uns noch lange und viel berühren wird. Mit Fräulein Magazin teilt die Musikerin ihre Top 20 Songs, die sie besonders beeinflussen: “I don’t like to play favourites when it comes to music. The spectrum is too wide and my memory is too fleeting, so here are 20 songs that move me emotionally, physically and psychologically. Each holds their own magical power. Enjoy xx.“
*OOR STUDIO ist ein Kollektiv und eine kreative Plattform mit dem Ziel, traditionelle Standards herauszufordern. Mit diversen Projekten bringt es Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, selbst dann, wenn sie auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. So kreiert es neue Standards und schafft einen Spirit, der für kreative Freiheit und Ausdruck steht.
Text: Sina Braetz
Bild: Tyler Mitchell

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