Die Fräulein-Playlist: Farewell, Aretha Franklin

vor 3 Monaten

Im Alter von 76 Jahren erlag die Queen of Soul ihrem jahrelangen Krebsleiden. Wir werden sie vermissen, doch ihre Musik bleibt für die Ewigkeit.

1942 als Tochter eines Predigers in Memphis, Tennessee geboren, war Aretha Franklin bereits seit ihrer Kindheit von Gospelmusik umgeben. Gemeinsam mit ihren Schwestern sang sie im Gospelchor der Kirche ihres Vaters und veröffentlichte 1956 ihre erste LP. Mit 18 Jahren erschien ihr Debütalbum. Als sie Anfang der 1960er Jahre von Columbia Records zu dem Plattenlabel Atlantic Records wechselte, feierte sie erstmals große Erfolge. Es folgten über 75 Millionen verkaufte Tonträger, insgesamt 18 Grammy-Auszeichnungen und die Presidential Medal of Freedom.

Aretha Franklin war eine politische Sängerin, ihre Songs wurden zu Hymnen für all diejenigen, die für die Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern, Klassen und Hautfarben kämpften. Als die Bürgerrechtlerin und Black Panther-Anhängerin Angela Davis Anfang der siebziger Jahre verhaftet wurde, bot Aretha Franklin an, die auf 250.000 $ festgesetzte Kaution für die Aktivistin zu zahlen. „I have the money. I got it from Black People and I want to use it in ways that help our people.“, erklärte sie damals.

Einer ihrer wohl bekanntesten Songs, „Respect“ aus dem Jahr 1967, wurde zum Manifest des afro-amerikanischen Befreiungskampfes und machte sie zur Ikone der amerikanischen Frauenbewegung der sechziger und siebziger Jahre. Sie hatte den originalen Song von Otis Redding aus dem Jahr 1965 umgeschrieben und damit klargestellt, dass sie als Frau diejenige war, die das Geld nach Hause brachte: „I’m about to give you all of my money/ And all I’m askin’ in return, honey/ Is to give me my propers“.

„I have the money. I got it from Black People and I want to use it in ways that help our people.“ - Aretha Franklin

Aretha Franklin sang bei der Amtseinführung des ersten Schwarzen Präsidenten Barack Obama und damit für eine ganze Nation, die nach jahrhundertelanger Diskriminierung so hoffnungsvoll war, wie nie zuvor. Als sie 2015 bei der Verleihung des Kennedy-Preises auftrat, rührte sie den damaligen Präsidenten mit ihrem Song „(You Make Me Feel Like) A Natural Woman“ zu Tränen.

Aretha Franklin stand ihr Leben lang für selbstbewusste Afroamerikaner*Innen.

Um es in ihren eigenen Worten zu sagen: Forever and ever you’ll stay in our hearts and we will love you forever, Aretha.

 

 

 

Beitrag: Penelope Dützmann

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