Fotografie der Woche: „Alice Springs: MEP Show I Helmut Newton I Yellow Press Mart Engelen: Portraits“

vor 4 Jahren

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Ihre Bilder wurden nie so zelebriert wie die ihres berühmten Mannes Helmut Newton. Und trotzdem, oder gerade deswegen, möchten wir auf Alice Springs und ihre eindrucksvollen Fotografien aufmerksam machen.

June Newton, bekannt unter dem Künstlernamen Alice Springs, kann ein vielschichtiges  und fotografisches Oeuvre aufweisen. Die Witwe des international renommierten Modefotografen Helmut Newton dokumentierte berühmte Persönlichkeiten wie Nicole Kidman oder Audrey Hepburn. Ausdrucksstarke Porträts sind Hauptteil ihrer Fotografien. Daneben finden sich auch dokumentarische Fotos von der Arbeit ihres Mannes, Helmut Newton, die eine exklusive und intime Perspektive auf dessen Arbeiten ans Tageslicht bringen. In den 1980er Jahren bewegte sich Alice Springs in Palm Beach in den Nischen und Ecken der damaligen Punk-und Hip Hop- Szene. Daraus entstanden fein gewählte Aufnahmen, die einem breiten Publikum die Einzigartigkeit dieser Subkulturen ästhetisch wie erzählerisch erfahrbar machte. Ganz besonders an ihren Momentaufnehmen ist eine durchdringende Intimität und gleichzeitig erhabene Ästhetik.

2010 widmete die Helmut Newton Stiftung Alice Springs bereits eine erste Retrospektive. 2015 hatte sie in Paris in der Maison Europénne de la Photographie eine Ausstellung. Ab dem 1. Juni 2016 werden ihre Fotos in der Sommerausstellung der Helmut Newton Stiftung mit dem Titel „Alice Springs: MEP Show I Helmut Newton I Yellow Press Mart Engelen: Portraits“ zu sehen sein.

In der gleichnamigen Ausstellung entsteht eine Begegnung und Gegenüberstellung drei verschiedener Künstler – Alice Springs, Helmut Newton und Mart Engelen – und damit drei unterschiedliche, fotografische Perspektiven. Der bekannteste unter ihnen, Helmut Newton arbeitete auch fernab der glamourösen und mondänen Modewelt. Die Ausstellung wirft einen Blick auf seine künstlerischen Arbeiten, die die Schattenseiten der Yellow Press und Paparazzi zum Vorschein bringen. Neben diesem fotografischen Sujet werden Fotografien und Filme des Künstlers gezeigt, die zu neuen Interpretationen seiner Werke einladen. Die mysteriöse Bilderserie „The women on level 4“ sowie Film-und Polaroidszenen, die auf Sadomasophantasien rekurrieren.

Auf den Wunsch von Newton hin wird einem weiteren Fotografen die Ehre zuteil seine Werke auszustellen. Der aus Amsterdam stammende Mart Engelen präsentiert 20 Schwarzweißportraits. Ausdrucksstarke und eingängige Blicke durchringen in seinen Portraits bekannter Persönlichkeiten der Gegenwart wie dem Skandalrocker Pete Dohertety, dem französischen Schriftsteller Michel Houellebecq oder dem Schauspieler Willem Dafoe.

Parallel zur Ausstellung wird es im TASCHEN Verlag eine Monographie mit dem Titel Alice Springs. The MEP Show zu erwerben geben.

Ab dem 1. Juni 2016 öffnet die Helmut Newton Stiftung am bis zum 20. November 2016 zu sehen sein.

Bild 1: Alice Springs: Mailbu, 1983 © Alice Springs
Bild 2: Alice Springs: Melrose Avenue, Los Angeles 1984 © Alice Springs
Bild 3: Helmit Newton with Lisa Lyon, California 1981 © Alice Springs
Bild 4: Alice Springs, Self portrait, New York, © Alice Springs

Bild 5: Helmut Newton with Models, Monte Carlo, 1997 © Alice Springs

Beitrag: Samira Ghoualmia

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