Fräuleins Leseempfehlungen zum Wochenende

vor 5 Tagen

Am 9.8. war der Tag der Buchliebhaber. Ein guter Anlass euch die Lieblingsbücher der Redaktion vorzustellen:

Unter Null – Bret Easton Ellis 

Der verwöhnte Student Clay fliegt über die Weihnachtsferien zu seinen Eltern nach Kalifornien, um sie zu besuchen. Vom Flughafen holt ihn seine Ex-Freundin Blair ab und bringt ihn nach Hause. Es fällt Clay schwer, wieder in sein altes Leben zurückzufinden. Viele seiner Freunde haben sich von ihm entfremdet, er selbst ist ständig demotiviert und lustlos. Er besucht fast jeden Tag Partys von Freunden oder geht in Clubs, wo er auch jede Menge Drogen nimmt und promiskuitiven Sex mit Frauen wie auch Männern hat. Seine Beziehung zu Blair wird immer schlechter, während er erst noch Gefühle für sie hatte. Sein Freund Julian ist mittlerweile heroinabhängig und prostituiert sich auch für Heroin. Seine Mutter steht dauerhaft unter dem Einfluss von Psychopharmaka. Bei einer Party bringt ein Freund Clays einen Snuff-Film mit, was jedoch niemanden außer Clay und Blair verstört. Ein anderes Mal besucht Clay einen seiner Freunde und findet dort ein 12-jähriges Mädchen an ein Bett gebunden, wobei er wiederum der Einzige der Anwesenden ist, der moralische Bedenken äußert. Ein paar Tage später hört er im Radio, dass in Los Angeles die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wurde. Nachdem Clay keinen Anschluss mehr an sein altes Leben findet, beschließt er Los Angeles zu verlassen und womöglich niemals wiederzukommen.

Why I’m No Longer Talking to White People About Race – Reni Eddo-Lodge

`This is a book that was begging to be written. This is the kind of book that demands a future where we’ll no longer need such a book. Essential‘ Marlon James, Man Booker Prize-Winner 2015 ‚One of the most important books of 2017‘ Nikesh Shukla, editor of The Good Immigrant. A powerful and provocative argument on the role that race and racism play in modern Britain, by award-winning journalist Reni Eddo-Lodge. In 2014, award-winning journalist Reni Eddo-Lodge wrote about her frustration with the way that discussions of race and racism in Britain were being led by those who weren’t affected by it. She posted a piece on her blog, entitled: `Why I’m No Longer Talking to White People About Race‘. Her words hit a nerve. The post went viral and comments flooded in from others desperate to speak up about their own experiences. Galvanised by this clear hunger for open discussion, she decided to dig into the source of these feelings. Exploring issues from eradicated black history to the political purpose of white dominance, whitewashed feminism to the inextricable link between class and race, Reni Eddo-Lodge offers a timely and essential new framework for how to see, acknowledge and counter racism. It is a searing, illuminating, absolutely necessary exploration of what it is to be a person of colour in Britain today.

Eine wie Alaska – John Green

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?
Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.

Kathrin Weßling – Super, und dir?

Marlene Beckmann ist 31 Jahre alt und lebt das Leben, das sie sich gewünscht hat. Auf die Frage, wie es ihr geht, antwortet sie meistens: »Super, und dir?« Marlene hat sich äußerlich im Griff. Bis der Urlaub, auf den sie seit Monaten gewartet hat, nicht genehmigt wird. Bis ihr Freund deshalb alleine nach Teneriffa fliegt und Marlene einfach nicht zur Arbeit geht.

Kathrin Weßling seziert mit schillernder Sprache eine gnadenlose Arbeitswelt, in der Ersetzbarkeit, fehlende Perspektiven und der Zwang zur (Selbst-)Optimierung eine ganze Generation unter Druck setzen.

Norwegian Wood – Haruki Murakami

Toru, a quiet and preternaturally serious young college student in Tokyo, is devoted to Naoko, a beautiful and introspective young woman, but their mutual passion is marked by the tragic death of their best friend years before.  Toru begins to adapt to campus life and the loneliness and isolation he faces there, but Naoko finds the pressures and responsibilities of life unbearable.  As she retreats further into her own world, Toru finds himself reaching out to others and drawn to a fiercely independent and sexually liberated young woman.

A poignant story of one college student’s romantic coming-of-age, Norwegian Wood takes us to that distant place of a young man’s first, hopeless, and heroic love.

Tess von den d’Ubervilles – Thomas Hardy

Eine starke Frau im falschen Leben. Das Schicksal meint es nicht gut mit Tess, der jungen Tochter eines Bauern: Von Alec d’Urberville, ihrem Cousin aus vermeintlich altem Adel, wird sie vergewaltigt und von Pfarrerssohn Angel Clare verstoßen. Der eine ist ein selbstgerechter Egoist, der andere ein intellektueller Moralapostel, beide verfahren mit Tess ganz nach Art ihres prüden Zeitalters. Doch Tess sinnt auf blutige Rache. – Thomas Hardys Roman stellt die rigide Sexualmoral seiner Zeit mit deutlichen Worten in Frage, was bei seinem Erscheinen 1891 manchem missfiel. Heute zählt ‚Tess‘ unangefochten zu den Klassikern der englischen Literatur.

Die geheime Geschichte – Donna Tartt

Richard Papen stammt aus einfachen Verhältnissen. Als er aufgrund eines Stipendiums das College besuchen kann, ist er gleich fasziniert von der ihm fremden Welt. Besonders zieht ihn eine Gruppe junger Studenten in den Bann, mit denen er nicht nur Griechisch lernt, sondern auch ausgelassen feiert. Doch bald spürt er, dass unter der Oberfläche unerschütterlicher Freundschaft Spannungen lauern und dass ein furchtbares Geheimnis seine Freunde belastet – ein Geheimnis, das auch ihn mehr und mehr in seinen dunklen, mörderischen Sog zieht.

Der Dieb – Fuminori Nakamura 

ür einen Taschendieb ist Tôkyô ein Paradies. In keiner Stadt gibt es so viele Pendler, in keiner Stadt sonst stehen diese in solcher Zahl dicht gedrängt, dass der namenlose Protagonist nur seine Hand ausstrecken muss, um an die Portemonnaies zu gelangen. Manchmal findet er sogar Portemonnaies in seiner Jacke, an die er sich gar nicht mehr erinnern kann.

Aber der namenlose Taschendieb ist eigentlich nur ein kleiner Fisch. Er sucht sich nur wohlhabend scheinende Männer aus dem Menschenstrom heraus. Er nimmt nur das Geld und lässt die Portemonnaies den Opfern wieder zukommen. Er nimmt sich nur das, was er braucht. Warum er das alles macht, welche Ziele und Freuden er sonst im Leben hat, das wird nicht deutlich.

 

 

Verwandte Artikel