Roma

vor 6 Monaten

Warum man das Filmdrama im Kino sehen sollte und weshalb Netflix den wahrscheinlich besten Film des Jahres produzierte.

Nicht nur den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film konnte Alfonso Cuarons mexikanisches Filmdrama vor ein paar Tagen abholen, auch er selbst wurde mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Ein Grund mehr, den Film genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der am 30. August 2018 auf den Filmfestspielen in Venedig Premiere feiernde Film ist seit Dezember bei Netflix im Programm und auch im Kino zu sehen.

Das von Netflix produzierte Drama spielt im Jahr 1970 in Mexiko und erzählt die Geschichte von Cleo, einer Mixtekin die als Kindermädchen im Stadtteil Roma für eine sechsköpfige Familie arbeitet. Ohne zu viel zu verraten zeigt der Film auf eine sehr ehrliche und direkte Art, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft und eine Geschichte nicht immer ein Hollywood Ende braucht, um gut zu sein. Er zeigt uns, dass das Leben auch Schattenseiten hat und vermittelt ebenso dass Männer keine Notwendigkeit im Leben einer Frau sind um glücklich zu sein. Roma schafft es, ohne viele Klischees eine Wirkung auf seine Zuseher zu erzeugen, die Tiefe besitzt, bleibt dabei aber immer am Boden der Tatsachen und wirkt nicht zu überdramatisch. Er ist ein Film, der berührt aber gleichzeitig zeigt, dass das Leben weiter geht.

Der schwarz-weiß Look des Films kommt besonders gut im Kino zur Geltung.

Netflix gibt an, dass Roma in 4K und mit Dolby Atmos gesehen werden sollte, weswegen sich der Gang ins Kino definitiv lohnt. Wer nicht so weit fahren will, kann Roma seit dem 14.12 bereits im Stream auf Netflix sehen.

 

Text: Van Schwarzdorn
Bild: Film „Roma“

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