Tarot-Karten als Wegweiser

vor 2 Monaten

Der Drang, ein Gefühl für unsere Zukunft zu bekommen.

Wir tendieren immer mehr dazu für alles eine Art Kontrolle finden zu wollen. Die Neigung unser eigenes Ich zu perfektionieren und unser Seelenwohl zu optimieren, gewinnt Überhand. Von der Ernährung, unserem Sportprogramm über unsere Skincare bis hin zu unserem Liebesleben, wir überlassen nichts mehr dem Zufall. Nahezu fanatisch versuchen wir den Kontrollverlust zu eliminieren. Mag wohl daran liegen, dass wir um uns herum vermehrt die Gewalt über unser eigenes Selbstbild und die Außeneinflüsse verlieren. Umflutet von den Eindrücken in der virtuellen Welt, scheinen wir nach etwas Greifbarem in uns selbst zu suchen. Etwas Übersinnlichen, das uns Ruhe und Kraft spendet und auf das wir uns an chaotischen, schlechten Tagen besinnen können. Getrieben von der Angst mit etwas konfrontiert zu werden, was uns ohnmächtig und schwach fühlen lässt.

Wir sind stets auf der Suche nach Antworten und Lösungen, sobald wir überfordert mit Lebensumständen und Entscheidungen sind. Mögliche Antworten zu unseren Fragen finden wir nicht nur in unseren Horoskop-Apps, sondern auch in Tarot-Karten. Die Karten gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Tarot-Karten helfen manch einem dabei, Denk- und Entscheidungsansätze da zu finden, wo man aus Kontrollverlust oder Verzweiflung, nicht mehr weiter weiß und sich verloren fühlt. Manchmal aber auch nur aus reinem Interesse oder Neugier für die eigene Zukunft und wegen des Erkundens des Seelenlebens. Sie sind nämlich wie der Spiegel der Seele und stellen das Unbewusste dar. Doch was verbirgt sich genau hinter dem Mysterium des Kartenorakels? Tarot besteht aus 78 Karten. Davon zählen 22 Karten zur Großen Arkana, die vom lateinischen „arcanum“ abgeleitet ist und übersetzt dem „Geheimnis“ entspricht, die restlichen 56 Karten bilden wiederum die Kleine Arkana. Die 56 Karten der Kleinen Arkana sind in vier Sätze aufgeteilt, die von Stäben, Schwertern, Münzen und Kelchen gebildet werden. Die 22 Trumpfkarten spiegeln die grundlegenden Entwicklungsstufen im Leben wider. Konkrete Personen werden wiederum durch die 16 Personenkarten („Hofkarten”) symbolisiert, die für die Frage eine große Rolle spielen. Außerdem werden kurzfristige Einflüsse sowie Zeiträume durch die 40 Zahlenkarten und die Personenkarten zusammen angezeigt.

Die Anfänge des Tarots sind ähnlich mysteriös wie das Spiel selbst. Es gibt sowohl Zusammenhänge mit der K’abbala, der mittelalterlichen jüdischen Mystik, als auch Verbindungen zur altägyptischen Priesterkaste. Während die große Arkana große Lebensentscheidungen und Umbrüche betrifft, überliefert die kleine Arkana Antworten auf alltägliche Fragen und Herausforderungen. Tarot-Karten zeigen, was sich im Unterbewusstsein abspielt. Also welche Energien und Einflüsse vorhanden sind. Beim Betrachten der Karten erfährt man mehr über die Selbstwahrnehmung und es kommt es zu einer Selbstanalyse sowie Selbsterkenntnis, die entweder zum Nachdenken anregt oder bei Problemlösungen Wege aufzeigt, um zum Ziel zu gelangen. So tritt das Unbewusste in den Vorschein und es wird eine Erkenntnis über das, was wir in uns tragen, erlangt.

Wenn ihr nun davon inspiriert seid, die Optionen für eure geistige Entwicklung zu erkunden, dann könnt ihr euch diverse, innovative Sets der 78 traditionellen Tarot-Karten beispielsweise online bei etsy, Urban Outfitters, Hugendubel, Amazon oder Weltbild ergattern.

Text: Yamur Cellik
Bild: Unsplash.com

 

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