Hilaree O’Neill: Abenteurerin

vor 2 Wochen

Sie ist die erste Frau, die zwei der schwersten Achttausender in 24 Stunden bestritt. Der sogenannte Teufelsgipfel in Indien brachte sie an ihre Grenzen, doch Kletterin und Skiläuferin Hilaree O’Neill ist eine Kämpfernatur.

Reinhold Messner ist wohl auch für alle, die keine Kletter-Experten sind, ein Name. Er bestieg den berühmten Mount Everest in den 1980er Jahren. Doch das war Hilaree O’Neill nicht genug.  Sie bestritt gleich noch seinen Nachbarn Lhotse innerhalb von 24 Stunden! Warum macht man so etwas, fragen sich bestimmt viele. Lebensmüde oder ein Adrenalinjunkie? Vermutlich macht sie sich darüber gar keine Gedanken, denn es steckt in ihren Genen, immer wieder extreme Herausforderungen zu suchen, wie momentan ihren Pilotenschein zu machen. Schon mit drei Jahren stand Hilaree auf Skier und fuhr die Pisten der Cascade Mountains in Nordamerika.

Ihre Leidenschaft zum Klettern und Skifahren führt sie an die entlegensten Orte der ganzen Welt. Sie bereiste den Libanon, die Mongolei, Pakistan, Tibet, Bolivien oder Argentinien, um in schwindelerregenden Höhen das Abenteuer zu suchen. Das „Outside Magazine“ nennt sie „Mother of the Mountain“ – was man durchaus doppeldeutig verstehen soll. Denn vermutlich bändigt kaum eine die gefährlichen Höhen so gut wie sie und ist außerdem noch Mutter von zwei Söhnen.

 

Hilaree ist für ihre Selbstkontrolle, ihren Ehrgeiz und ihr Durchhaltevermögen ein Vorbild für viele in der Kletterwelt. Ihre größte Herausforderung bislang war der Papsura in Indien, auch „Peak of Evil“ genannt. Sie und ihr Team scheiterten an seiner ersten Besteigung 2013. Zu der Zeit scheiterten nicht nur einige ihrer Expeditionen, sondern auch ihre damalige Ehe. „It was just kind of a crushing endeavor. It actually began what ended up being a succession of failures in my life,“ teilte sie National Geographic kürzlich mit. Doch sie gab nicht auf, bis sie es 2017 auf die Spitze schaffte. „It became something of an obsession.“

Wenn für alle anderen das Limit erreicht ist, geht sie noch ein Stück weiter. Sie hat dieses Funkeln in den Augen und will immer ein bisschen mehr als alle Anderen, beschreibt Kletterkollege Jimmy Chin Hilaree liebevoll.

 

 

Mehr Infos zu Hilaree und der Kampagne #shemovesmountains auf thenorthface.de

 

Text: Miriam Galler 

Bilder: PR

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