Ausstellungstipps Frühjahr 2019

vor 8 Monaten

Von politisch inspirierten Gemälden bis hin zu Virtual Reality Touren.

Nil Yalter – Exile Is a Hard Job, Museum Ludwig, Köln

1938 in Kairo geboren, aufgewachsen in Istanbul und seit 1965 wohnhaft in Paris. Nil Yalter präsentiert in ihrer weltweit ersten Überblicksausstellung im Museum Ludwig die Vielfalt ihres Schaffens: darunter bislang kaum bekannte Gemälde aus ihrem Frühwerk sowie Videoinstallationen der frühen 1970er Jahre bis hin zu Multimedia-Installationen, in denen sie Fotografie, Video, Zeichnungen und Skulptur zu Collagen verbindet. Yalters Werke entstehen aus aktuellen politischen Situationen und Sujets, die sich in dem Ausstellungstitel wiederfinden. Sprache und kulturelle Einflüsse spielen für sie eine wichtige Rolle, sensibel integriert sie die Stimmen derjenigen, die sie in ihren Arbeiten porträtiert. 9. März bis 2. Juni 2019

 

And Berlin will always need you, Gropius Bau, Berlin

Im Fokus steht die zeitgenössische künstlerische Szene Berlins – Die Gruppenausstellung lädt mehr als 20 in Berlin lebende KünstlerInnen wie Chiharu Shiota, Dorothy Iannone, Nevin Aladağ und Theo Eshetu dazu ein, bestehende und neue Installationen und Arbeiten zu zeigen, die sich mit Handwerk, Dekor, Materialität und Artefakten auseinandersetzen. Der Gropius Bau selbst wurde 1881 als erstes Kunstgewerbemuseum eröffnet und etablierte sich ausgehend davon als Lehr-, Produktions- und Ausstellungsstätte. Er bietet somit den perfekten thematischen Rahmen. 22. März bis 16. Juni 2019

 

Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Bewohnerfreundliche Städte, Initiativen zur Integration von geflüchteten Menschen, ein Webstuhl zur Existenzgründung oder ein Solarkiosk für die lokale Stromversorgung: Social Design bedeutet Gestaltung für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) präsentiert 25 internationale Projekte aus den Bereichen Urbaner Raum und Landschaft, Wohnen/Bildung/Arbeit, Produktion, Migration, Netzwerke und Umwelt. Die Entwürfe reichen von neuen Infrastrukturen und der Rückeroberung der Städte durch ihre BewohnerInnen über das Haus zum Selberbauen bis zum Filter für sauberes Wasser. Sie zeigen einen Ausschnitt aus der Bandbreite an gegenwärtigen Betätigungsfeldern des Social Design und erklären somit einen allgegenwärtigen, aber immer noch unscharfen Begriff des Design. 29. März bis 27. Oktober 2019

 

Pinball Wizard, Stedelijk Museum, Amsterdam

Überblick über die historische Entwicklung des Oeuvres von Jacqueline de Jong, in der sie mühelos zwischen verschiedenen Stilen wechselt: von expressionistischer Malerei zu neuer Figuration und Pop Art. Die Arbeiten von Jacqueline de Jong werden in Kombination mit Werken aus der Sammlung des Stedelijk Museum präsentiert.Ihre Arbeit reicht auch von kleinen Diptychen, die einen Tag im Leben des Künstlers dokumentieren, bis hin zu monumentalen Leinwänden, die von einer absurden, oft gewalttätigen und erotischen Welt beherrscht werden. Die Ausstellung unterstreicht auch das Engagement von De Jong in Avantgarde-Netzwerken innerhalb und außerhalb Europas, einschließlich der politisch engagierten Bewegung ‚Situationist International‘. 9. Februar bis 18. August 2019

 

Beyond, Me Collectors Room, Berlin

Die Ausstellung zeigt Werke von sieben internationalen Künstlern der Olbricht Collection, die mit ihren jeweiligen Kunstformen das Thema Leben im Jenseits erkunden. Jeder Künstler füllt einen eigenen Raum mit Kunst in den von ihm gewählten Medien, von Malerei, Skulptur, Video und Installation bis zur Druckgrafik.

Als eine Art vage Annahme, unheilvolle Bedrohung oder glückliche Belohnung hat die Idee des ‚Nachlebens‘ die Menschheit seit Anbeginn der Zeit erfasst. Religiöse Versprechen der Erlösung, manifestierte Psychosen und ominöse Memento Mori beschwören ein nebulöses Konzept des ‚Jenseits‘. Während die Darstellung von Qual und Tod die Vergänglichkeit des irdischen Lebens hervorruft, oszillieren mythische Scheinwelten zwischen dem Hier und dem Dort, Katastrophe und traumähnlicher Schönheit, der materiellen Welt und dem Jenseits. 10. April bis 18. August 2019

 

Die vierte Kraft, Ruhr Kunst Museen, Duisburg

Klaus Rinke, zentrale Persönlichkeit der Düsseldorfer Kunstszene um Joseph Beuys und Deutschlands „führender Konzept- und Körperkünstler“ (Kurator Robert Fleck) zeigt im MKM Museum Küppersmühle erstmalig umfassend sein malerisches und zeichnerisches Werk. Raumfüllende Grafitbilder mit mehr als vier Metern Höhe stehen neben kleinformatigen Studien aus feinsten Materialien. Zu sehen sind rund 240 Werke, darunter viele Großformate. Die Ausstellung findet im Rahmen der Reihe Akademos statt, mit der das MKM die Professoren der Kunstakademie Düsseldorf würdigt. Klaus Rinke lehrte hier 30 Jahre lang. In Rinkes ungewöhnlichen Zeichnungen verdichtet sich sein Interesse am Wesenskern der Welt: ihrer Kräfte und erdgeschichtlichen Elemente, ihrer Globalität und aktuellen Gefährdung, ihrer Dimensionen wie Zeit und Raum, Körper und Schwerkraft oder der Identität und Wechselwirkung von Frau und Mann. 29. März bis 23. Juni 2019

 

Remote Control, Sprengel Museum Hannover

Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten (Virtual Reality) mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Ausgangspunkt für die 1987 in Bonn geborene Künstlerin ist der Mensch in einem digitalen Zeitalter, in dem auch die Integrität des Körpers durch vehemente Eingriffe der Medizin und Technik zunehmend in Frage gestellt wird.In dieser Ausstellung überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Mithilfe von VR-Geräten schließen sich die Betrachter einer Gruppe von drei künstlichen digitalen Körpern an, die wie gesichtslose Mannequins anmuten, und können in Interaktion mit diesen treten. Als ein Beitrag zum aktuellen Diskurs über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen wirft die Künstlerin Fragen zum Potenzial von Computerprogrammierung und den Grenzen menschlicher Fähigkeiten auf. 30. Januar bis 10. Juni 2019

 

Bild: PR

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