Mona Kuhn für Numéro Berlin

vor 1 Monat

Ästhetik der Einfachheit – Klassische Eleganz in Amerika.

Mona Kuhn ist berühmt geworden durch ihre Aktfotografien – mit ihnen identifiziert sie sich, sie sind Spiegel ihres Lebens. Die Schnelligkeit der Fotografie überwinden war ihr Ziel; ihre Antwort waren authentische Aktbilder.

„Der Mensch ist ein essentieller Bestandteil meiner Arbeit“ (Mona Kuhn, Numéro, 2019)

Mona Kuhn, Tochter deutscher Eltern, ist in Brasilien geboren und aufgewachsen. Für ihr Kunststudium in den Achtzigerjahren siedelte sie damals aus Brasilien in die USA um. Mit neun Jahren verliebte sie sich in die Fotografie. An ihrem Geburtstag begann sie das erste Mal Menschen – enge Freunde und Familie – zu fotografieren. Danach tat sie nie wieder etwas anderes. Sie lebt und arbeitet heute in Los Angels. Ihre Werke sind international bekannt und in den Händen öffentlicher – u.a. im J. Paul Getty Museum, Los Angeles County Museum of Art, The Hammer Museum, Perez Art Museum Miami, Museum of Fine Arts, Houston, und das Kiyosato Museum in Japan – und privater Sammlungen.

Numéro Berlin porträtiert Amerika in der sechsten Print-Ausgabe von Numéro Berlin, welche jetzt überall erhältlich ist. Den American Way of Life, den American Dream, das alltägliche Leben, Sonnen- und Schattenseiten. Die Strecke von Mona Kuhn mit Kleidung von Emporio Armani zeigt das perfekte Zusammenspiel. Die Überreste einer unangetasteten Natur L.A.’s treffen auf eine Ästhetik und Echtheit Mona Kuhns und ein ganzheitliches Lebenskonzept einer Mode mit der man arbeiten, wohnen und nächtelang tanzen kann. Für Numéro Berlin begegnen sich zwei große Künstler – zwei Ikonen der Schlichtheit.

Mona Kuhns Fotografien sind mehr als nur Abbild, sie zeigen Persönlichkeit, das individuelle Wesen der abgebildeten Personen. Ihre Shootings dauern lange, Fotografien entstehen kaum. Sie möchte ihre Modelle kennen – und genau das verleiht ihren Bildern ihre einzigartige Bedeutung: sie sind echt, sie sind mehr als Momentaufnahmen. Für sie sind nackte Menschen universell, zeitlos. In vielen der bekanntesten Museen der großen Metropolen, unter anderem in Paris, London und Sydney wurde sie ausgestellt.

Es sind wohl nach Jahrzehnten noch immer unvergessliche Momente, wenn Richard Gere (Julian Kaye) Schubläden und Schranktüren öffnet, und feinsäuberlich geordnet Jacken, Hosen und Hemden aufs Bett legt und eine Auswahl trifft. Das sind Bilder aus dem 1980 erschienenen und hochgelobten Film American Gigolo, die nicht nur Modeschöpfer Giorgio Armani berühmt machten, sondern auch Eleganz in die Mode Amerikas brachten. Es sind Nuancen, feinste Abstufungen in Grau und Beige, die Raffinesse einer Ton-in-Ton Gestaltung, fließende Stoffe, die den Mann von Amerika erzeugen. Das Label Armani ist up to date, en vogue. Sein Verständnis für Frauen- und Herrenmode ist geprägt von schlichter Schönheit, die niemals steif wirkt.

Für Numéro Berlin arbeitet Kuhn zum zweiten Mal mit Menschen in Kleidung. Ihr Stilempfinden und Anspruch an Zeitlosigkeit bringt sie mit dem Design Armanis zusammen. Die Kollektion Emporio Armanis, die durch Schlichtheit und Zurückhaltung geprägt ist, perfektioniert den Stil Kuhns. Bescheiden umhüllen Seidenröcke, transparente Blusen und filigrane Mäntel den Körper des Models. Wie als könne das eine ohne das andere nicht existieren. Unterstrichen wird die natürliche Sinnlichkeit durch die typisch zurückhaltende Farbwahl des Designers. Das Stilelement Armanis – Zeitlosigkeit, Eleganz und Klassik, in modernen Formen und Silhouetten zu manifestieren – geht wie selbstverständlich in Kuhns Arbeiten auf.

„Ich habe schon immer daran geglaubt, dass es wichtig ist, sich eine Garderobe aufzubauen, die die Zeit überdauert“, sagte einmal der Modeschöpfer. Mit den Fotografien Mona Kuhns ist ihm das spätestens jetzt gelungen.

 

Text: Teresa Löckmann
Bilder: Mona Kuhn & PR

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