Miu Miu Women’s Tales: (The End of History Illusion)

vor 3 Wochen

Ein weiterer Teil der Miu Miu Women’s Tales Serie, Nummer 14 umgesetzt von Celia Rowlson-Hall, feierte vor wenigen Tagen sein Debüt bei dem ältesten Filmfestival der Welt: dem internationalen Filmfestival von Venedig.

Seit 2011 skizziert das italienische Label Miu Miu die moderne Frau in Form von Kurzfilmen, die stets von weiblichen Regisseuren konzipiert werden. Nach der Zusammenarbeit mit Chloë Sevigny Anfang dieses Jahres, ist nun Filmemacherin, Tänzerin und Choreographin Celia Rowlson-Hall an der Reihe.

Der Film „(The End of History Illusion)“ beginnt mit einem Radio Voice Over das an die 50er Jahre erinnert: „We understand this political climate has turned your world upside down. Underground shelter is your best defense against radioactive fallout.“ Türen öffnen sich und dem Zuschauer wird Schutz in Form eines Luxushauses, 26 Meter unterhalb des Erdbodens geboten. Stilvoll wird man von stepptanzenden Zwillingen, einer perfekten Haushälterin und einer Ballerina, die Croissants backt, empfangen. Im Hintergrund läuft beschwingte Tanzmusik im Stile Alt-Hollywoods, während die Stimme im Radio die Vorzüge des pastellfarbenen Anwesens aufzählt. Das Haus ist voll ausgestattet mit Schwimmbad, Whirlpools, Tanzfläche und Minigolfplatz. Sogar eine moderne Meerjungfrau mit durchsichtiger Flosse ist im Garten vorzufinden. Die Welt hier unten scheint perfekt, bis die erste Nuklearsirene ertönt. Langsam beginnen die Charaktere in ihrem Alltagstrott verrückt zu werden bis sie schließlich ganz zerfallen, genauso wie die Ereignisse über dem Boden.

Miu Miu Women’s Tales Nummer 14 zeigt auf ironische Weise, wie eine Flucht aus unserer heutigen Realität im Zeitalter des Kommerzialismus aussehen könnte und nimmt Hollywoods Musicalszene dabei auf die Schippe.

 

Beitrag: Carmen Wolfschluckner
Bild: PR

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