James Blake ist zurück

vor 6 Monaten

Und lässt auf seinem neuen Album Depression und Zweifel in der Vergangenheit.

Atmosphärische Klänge, düstere Beats, weite Sphären, verzerrte Stimmen. Musik, die nicht greifbar ist und in keine Schublade musikalischer Genres passt. Auf bisher drei Alben hat sich James Blake einen Namen als ‚sad boy‘ gemacht. Doch drei Jahre nach seinem letzten Album ist der sad boy wohl gar nicht mehr so sad: Wie nie zuvor singt der Brite auf ‚Assume Form‘ über Liebe und Zufriedenheit und stimmt fröhlichere Töne an. Die Songs sind fassbarer, haben mehr Kontur und irgendwie sind sie auch ein wenig plastischer. James-Blake-typisch sind sie dennoch.

Unterstützung bekommt Blake unter anderem von André 3000 von Outkast, Rapper Travis Scott und der Singer-Songwriterin Rosalia. Mit ihr singt er z.B. das verspielte, englisch-spanische Duett „Barefoot in the Park“. Scott featured er hingegen auf „Mile High“, einem luftigen trap-angehauchten Song über Sex im Flugzeug. Details zu Assume Form waren ursprünglich auf Amazon durchgesickert, nachdem die Plattform versehentlich ihren Eintrag für das Album veröffentlicht hatte. Seitdem hat der Songwriter die Domain für assumeform.com erworben, auf der er einen kurzen Teaser-Clip mit neuer Musik hören ließ. Kurz darauf kündigte Blake kündigte auch eine 17-tägige nordamerikanische Tour an, die am 18. Februar in Atlanta beginnt und am 16. März in Los Angeles endet. Sein letztes Album The Color in Anything wurde im Jahr 2016 veröffentlicht.

Mehr Liebe, mehr Freude, mehr Features. ‚Assume Form‘ ist wohl genau das, wonach es klingt: eine Neuausrichtung. Es scheint, als habe nicht nur privat bei dem Künstler alles seine Form angenommen, sondern auch musikalisch. Unser Tipp: Das Album weniger in seinen Einzelteilen, sondern mehr als Ganzes hören.

 

Bild: PR

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