Talent: Ella Dror – Londons Cool Kids

vor 5 Jahren

Ella Dror macht Mode PR fernab der klassischen Agenturen. Sie arbeitet mit Nischen-Designerlabels. Das bedarf Mut und Glaubwürdigkeit, etwas das konventioneller Mode-PR heute fehlt.

Gestern ging die Men’s Wear Fashion Week in London zu Ende. Dabei kam man an einer Frau nicht vorbei: Ella Dror. Die junge Britin ist verantwortlich für die PR avantgardistischer Designerlabels, die London ihr unverkennbares Profil als Hauptstadt für junge Mode mit Einflüssen aus Subkultur geben. Ella Dror ist Botschafterin dieser Welten aus Jugend- und Streetkultur. Sie selbst lässt modisch daran keinen Zweifel: Ihr Sitl ist eine abgefahrenes Spiel aus „Kitsch“ und „ironischem Augenzwinkern“, ein bisschen so wie wenn Barbie auf ’ne HipHop Party geht. Der wilde Mix entspricht dem eklektischen Stilen ihrer Heimat Londons. Hier hat sie 2010 ihre eigene PR Agentur „Ella Dror“ gegründet und seit dem die A-Liga cooler, nischiger Modedesigner beraten. Zu ihren Labels zählen Astrid Andersen, Joyrich, Nicola Formichettis Label Nico Panda oder Bernhard Willhelm. Alle weisen einen lässigen und unkonventionellen Stil vor. Und auch Ellas Outfits sind immer ein bisschen „zu viel von allem“, brechen mit modischen Konventionen, was das Markenzeichen der Labels ist, die sie auch vertritt. So ist sie selbst mit ihren Auftraggebern befreundet und posiert mit ihrem Geschäftspartner Ash Smith oder Menswear-Designerin Astrid Andersen auf ihrem Instagram Account, dem man ohnehin folgen sollte.

Drors Erfolg als zeitgenössische Mode-PR zeigt sich in ihren Kooperations-Strategien mit einflussreichen Personen aus anderen Kreativindustrien. Ein starker Partner ist die Red-Bull Music Academy. Dror knüpft hier Netzwerke zu jungen Musiktalenten, die selbst als „Cool Kids“ ihrer Branche gelten. Leute wie Brooke Candy und Zebra Katz tragen dann Drors Labels und verbreiten diese über ihre Social-Media Kanäle.

Ella lebt das was sie tut zu 100%. Sie ist in einem Wort: glaubwürdig. Das ist erfrischend und inspirierend, denn authentisch und glaubwürdig sein, ist in der gegenwärtigen Mode-PR oft ein Problem. Bloggern oder Agenturen nimmt man ihre Arbeit nicht mehr ab, wegen vorhersehbarer Posts und immer wiederkehrende Produkte und Marken, die fast Spam-Charakter haben. Also genau das was Mode-PR eben nicht sein will: informieren, inspirieren und überraschen. Go Ella!

Bild 1: ©Rai Royal
Bild 4: Ella Dror mit Ashley Smith
Bild 6: Ella Dror mit Astrid Andersen

Mode

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