Weekend Reads

vor 3 Monaten

Ein bunte Mischung aus Politik, Popkultur und Nachhaltigkeit.

„Ich hörte auf, mir selbst die Schuld zu geben“

Katie Sturino – Gründerin der Kosmetikmarke MegaBabe – übt mit ihrem Instagram Account Druck auf große Marken aus, passende Kleidung für Frauen auch über der Kleidungsgröße 40 anzubieten. Mit dem Hashtag #makemysize weist sie auf Läden hin, in denen sie nur zu engsitzende Kleidung für sich und andere Plus-Size Frauen findet. Es werde zwar oft mit Vielfalt geworben, jedoch meist weiterhin nur kleine Größen produziert und das Size-Zero Model bleibt das Ideal.

„Den größten Mut habe es sie gekostet, zuzugeben, dass sie in bestimmte Marken nicht reinpasse, sagt Sturino. „Als Plus-Size-Frau sagt man das nicht. Man kauft stattdessen eine Handtasche oder eine Sonnenbrille.“ Nicht mehr sich selbst passend machen, sondern Druck auf Unternehmen aufbauen, die Kleidung passend zu machen – das ist Sturinos Mission.“

 

Befreit die Freiheit!

Schlagwörter wie Liberalismus, Sozialismus und Co. kehren vermehrt in die Tagespolitik zurück. Oft jedoch verschwimmen ihre Bedeutungen und werden auf unterschiedlichste Weise verwendet. Der Artikel erklärt uns die Ursprünge und Unterschiede der verschiedenen politischen Ideenrichtungen.

Dabei zeigt der Autor, wie Liberalismus heute gedacht und im Zusammenhang mit aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel und sozialen Fragen erfolgreich sein kann: er muss sich von der natürlich erscheinenden Verbindung mit dem Kapitalismus lösen und darf sich der Möglichkeit der staatlichen Einflussnahme nicht verschließen.

 

Ein Sudanese erzählt, wie sich das Desinteresse am Leid in seiner Heimat anfühlt

Seit einigen Monaten findet im Sudan eine Revolution statt, von der im Westen lange keine Notiz genommen wurde – bis sie in den vergangenen Wochen eskalierte. Menschen werden massenhaft gefoltert, erschossen und vergewaltigt. Die Medienberichterstattung in der westlichen Welt ist immer noch verhältnismäßig klein angesichts des Ausmaßes der Gewalt. Mittlerweile solidarisieren sich weltweit Menschen unter dem Hashtag #blueforsudan und mit blauen Bildern auf Social Media-Kanälen mit den Opfern der Revolution. Im Interview erzählt der in Berlin lebende Tayeb, wie die von Frauen angeführte Revolution gewaltvoll niedergeschlagen wurde und wie es sich anfühlt machtlos zuschauen zu müssen.

 

„Ich widme meine ganze Existenz dem Thema“

Mit welchen Mitteln können wir im Alltag die Umwelt am sinnvollsten und einfachsten schützen? Die Bloggerin Alizadeh gibt auf Instagram nützliche Tipps zum nachhaltigen Leben. Selber war sie lange Zeit als konventionelle Modebloggerin tätig und hat irgendwann ihren eigenen Über-Konsum nicht mehr ertragen können. Doch es stellt sich die Frage, inwieweit der Einzelne tatsächlich etwas am Klima ändern kann angesichts der immensen Umweltverschmutzung durch Kraftwerke und andere industrielle Umweltsünder. Dennoch kann die Zusammenarbeit mit Anderen und das Aktivwerden einem das Ohnmachtsgefühl nehmen und Umweltschutz im gesellschaftlichen Diskurs antreiben, was schließlich auch die Politik beeinflussen wird.

 

What the world would have been like without the Beatles?

Die Beatles sind wohl die bekannteste Band der Geschichte und haben unsere moderne Pop-Musik nachhaltig geprägt. In dem neuen Film von Danny Boyle and Richard Curtis, „Yesterday“, wacht ein junger Musiker in einer Welt auf, die die Beatles nicht kennt – es hat sie nie gegeben. Für den Guardian haben verschiedene Beatles-Experten ihre eigenen alternativen Theorien zusammengetragen und gemutmaßt, wie eine Welt ohne die Beatles wohl heute aussehe. Vielleicht hätte es eine andere große Popband gegeben, vielleicht wäre Folk-Musik in den 60ern populärer gewesen oder die Jugend hätte vor allem in neuen Sportarten, wie Skaten oder Surfen ihre Rebellion gefunden?

 

Text: Stefanie Triebe

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