Das Revival von Batik

vor 2 Monaten

Wie ihr eure eigenen Batikmuster herstellen könnt und was ihr über die Geschichte des Trends wissen müsst.

Batikmuster sind wieder zurück und dieses mal findet man sie in den neuesten Kollektionen etlicher Modedesigner – von Poco Rabanne über Stella McCartney bis hin zu Prada. Als Ausdruck von Individualität und Nonkonformismus in der Hippiebewegung der 1970er beliebt geworden, werden Batikmuster in dieser Saison von Designern mit untypischen Stoffen kombiniert und auf eleganten Kleidern angewendet.

Der Ursprung des Batik reicht jedoch viel weiter zurück als in die 70er. Seine Wurzeln soll die Technik unter anderem in Indonesien sowie in China haben. In Indonesien stellt der Sarong – ein Wickelrock für Männer und Frauen – ein wichtiges volkstümliches Kleidungsstück dar, welches mit Hilfe von Wachs bemalt und anschließend in Farbe getunkt wird. Die durch den Wachs bedeckten Muster nehmen keine Farbe an und lassen vielfältige und detaillierte Batikmuster entstehen. Diese sogenannte Reserviertechnik wurde immer weiter ausgebaut durch die Verwendung von Kupferstempeln und anderen Hilfsmitteln.

Nach Europa sollen Batikstoffe das erste Mal im 19. Jahrhundert durch die Niederländer gelangt sein, da Indonesien damals unter niederländischer Kolonialherrschaft stand. 1900 wurden indonesische Batik-Kleidungsstücke in der Ausstellung “Universelle” in Paris vorgestellt, woraufhin bei Künstlern aus ganz Europa Interesse für die Muster geweckt wurde. Die Reserviertechnik überhahmen viele und wendeten sie allem zur Herstellung von Dekomaterialien aus Holz, Papier, Leder und Ähnlichem an.

Ende der 60er und in den 70er Jahren wurde die Batikmode schließlich zum Ausdruck einer neuen Jugendkultur – der Hippies. Durch die eigene Herstellung der bunten Stoffe setzten sie ein Zeichen gegen die Konformität der Zeit und die damalige Modeindustrie. In den folgenden Jahrzehnten gab es immer wieder ein Revival der Batik-Mode, egal ob in den 80ern, 90ern – und so auch heute.

Der Batik-Trend verleiht uns ein nostalgisches Gefühl und fast jeder hat schon einmal in seiner Kindheit mit Farbeimern und geknoteten T-Shirts experimentiert. Es gibt einem die Möglichkeit selbst kreativ zu werden und sein eigenes individuelles Kleidungsstück herzustellen. Wir zeigen euch wie man die verschiedenen Batik-Styles selber herstellen kann.

Do it yourself:

Eine der einfachsten Techniken ist das Verknoten von Stoffen. Hierfür braucht ihr ein Kleidungsstück, Klebeband/ Paketschnur oder Gummibänder, Textilfarbe plus Fixiersalz sowie einen großen Eimer mit Wasser.

Besonders gut eignen sich natürliche Stoffe wie Baumwolle oder Leinen.

Um den “Bulls Eyes” Look zu kreieren, wickelt ihr die Mitte des Stoffes zu einer Art langen Rolle und umwickelt diese mit dem Klebestreifen, jedoch müssen Lücken bestehen bleiben. Die abgeklebten Stellen bleiben von der Farbe verschont und so entstehen viele runde Kreise – das sogenannte Bulls Eye.

Eine Spirale entsteht, indem man Zeigefinger und Daumen in die Mitte des Stoffes drückt und mit kreisende Bewegungen den Stoff um seinen Mittelpunkt zusammendreht. Das entstandene Knäuel könnt ihr mit Gummibändern oder einer Schnur fixieren.

Für blumenartige Flecken zieht ihr ein Stück des Stoffes hoch und wiederholt dies an zwei, drei weiteren Stellen in der Nähe. Die einzelnen Zipfel umwickelt ihr zusammen mit einem Gummiband. Die könnt ihr mehrmals wiederholen, je nachdem wie viel Flecken ihr haben wollt.

Eine weitere sehr besondere Batikmethode ist das „Shibori“ aus Japan. Hierbei werden die Stoffe gefaltet und extrem fest angebunden, so dass später sehr feine Linien entstehen, die nicht verschwimmen. Diese Technik eignet sich besonders gut um individuelle Muster auf Tüchern oder Kopfkissenbezügen zu kreieren.

 

Text: Stefanie Triebe
Bilder: Instagram/dragonflycraftsandcreation

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